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Einiges, was Sie zum Thema AfA-Abschreibungen wissen müssen

Immobilienerwerb zur Eigennutzung
1. Sonderausgaben
Bei einem Gebäude, das nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften ein Baudenkmal ist,
kann der Eigennutzer nach § 10f Einkommensteuergesetzdie Aufwendungen für begünstigte
Baumaßnahmen im Kalenderjahr des Abschlusses der Maßnahme und in den neun folgenden
Kalenderjahren jeweils bis zu 9 % wie Sonderausgaben abziehen
(§ 10f Abs. 1 Einkommensteuergesetz), wenn alle Voraussetzungen des §7i Einkommensteuergesetz
erfüllt sind (u. a. Vorliegen einer entsprechenden Bescheinigung der zuständigen Behörde, vgl. Ausführungen
zum § 7i EStG unter A.5.4). Diese Regelung ist bei Eigentumswohnungen entsprechend anzuwenden
(§ 10f Abs. 5 Einkommensteuergesetz).


Der Abzugsbetrag wird nur gewährt, soweit mit den begünstigten Baumaßnahmen nach dem Abschluss des
notariellen Kaufvertrages begonnen wird. Eine Nachholung von nicht ausgenutzten Abzugsbeträgen in
späteren Perioden ist nicht möglich. Der Sonderausgabenabzug wird nur insoweit gewährt, wie in dem jeweiligen
Kalenderjahr die Wohnung zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird (§ 10f Abs. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz).
Die Steuervergünstigung nach § 10f Einkommensteuergesetz kann nur für ein begünstigtes Objekt gewährt werden.
Bei Ehegatten können diese Abzugsbeträge insgesamt für zwei Objekte in Anspruch genommen werden.
Sonderausgaben wirken sich nur aus, soweit das steuerpflichtige Einkommen nach deren Abzug oberhalb des
Grundfreibetrags liegt. Ein Vor- und Rücktrag von Verlusten aus Sonderausgaben ist nicht möglich.